Hast du solche Gedanken vor dem Shooting?
Denkst du darüber nach, ein Fotoshooting mit deinem Hund zu buchen, aber im Kopf schwirren dir tausend Gedanken herum? „Hoffentlich macht mein Hund gut mit.“ „Ich hoffe, wir machen einen guten Eindruck.“ „Sind wir überhaupt gut genug für ein Shooting?“ „Muss mein Hund vielleicht erst besser erzogen sein, bevor wir das machen?“
Wenn du gerade so denkst, kann ich dich gut verstehen. Aber atme erst mal tief durch. Du bist damit nicht allein, und du machst dir wahrscheinlich mehr Sorgen, als nötig wäre. Für ein gelungenes Fotoshooting braucht dein Hund kein perfektes Gehorsam und auch keine besonderen Tricks. Und wenn ein Kommando mal nicht auf Anhieb klappt, ist das überhaupt kein Problem, denn bewertet wirst du von mir an diesem Tag sowieso nicht. Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern darum, eine schöne Zeit mit deinem Hund zu verbringen und dabei etwas ganz Besonderes in Bildern festzuhalten.
Wie ich dich dabei von der Buchung bis zum Shooting entspannt begleite, erfährst du in diesem Beitrag.
Vielleicht hast du Lust auf etwas Vorbereitung?
Um dir die Aufregung vor einem Shooting ein wenig zu nehmen, hab ich trotzdem ein paar Tipps für dich. Nichts davon ist Pflicht, aber wenn du Lust hast und bis zum Shooting noch ein bisschen Zeit bleibt, gibt es ein paar Dinge, die ich dir ganz nebenbei für eure Spaziergänge empfehlen kann. Ich will dir überhaupt keinen Druck machen, sondern dir und deinem Hundekind helfen, am Shootingtag etwas entspannter zu sein. Denn wenn man Dinge vorher geübt hat, fühlt sich so ein Termin gleich viel sorgloser an. Sieh die folgenden Übungsideen also nicht als Checkliste, sondern einfach als hilfreiche Tipps. Und wenn ihr davon nichts üben möchtet, ist das genauso völlig okay.
Sechs entspannte Übungsideen
Tipp 1: Mehr Nähe auch beim Gassi gehen
Auf gemeinsamen Spaziergängen ist für den Hund meist eher Bewegung und Action angesagt. Schnüffeln, Laufen und Spielen sind das, was viele Hunde mit dem Gassigehen verbinden. Aber gemeinsam still irgendwo zu sitzen und vielleicht zu kuscheln, das kennen viele Hunde draußen gar nicht. Und das merkt man oft auch beim Shooting. Gerade wenn Kuschelfotos draußen entstehen sollen, kann es Sinn machen, das vorher ein bisschen zu üben.
Setzt euch also doch mal bewusst mit deinem Hundekind auf die Wiese, auf eine Bank oder findet einen anderen schönen Ort, kuschelt ein bisschen, wenn dein Hund das auch möchte, und genießt einfach ein paar Minuten die Ruhe. Für viele Hunde ist das nämlich eine ganz neue Erfahrung und eine schöne Möglichkeit, auch draußen näher zueinander zu finden.
Tipp 2: Sitz, Platz und Bleib
Die meisten Hunde kennen diese Kommandos bereits, sie gehören quasi zu den Klassikern. Für ein Shooting müssen sie dabei gar nicht perfekt sitzen, aber sie können dir und deinem Hund ein bisschen Routine geben. Baue sie also gern ab und an in eure Spaziergänge mit ein, wenige Wiederholungen reichen völlig.
Gut zu wissen: Wenn ihr „Bleib“ übt, lass deinen Hund warten und geh ein paar Schritte weg, und zwar nur so weit, wie es euer Übungsstand zulässt. Geh dann wieder zu deinem Hund zurück und löse das Kommando erst dort auf, indem du ihn belohnst. Wenn du deinen Hund stattdessen immer zu dir rufst, entsteht bei ihm eine Erwartungshaltung. Und genau die kann dazu führen, dass „Bleib“ beim Shooting plötzlich nicht mehr funktioniert, weil die Aufregung größer ist als sonst.
Tipp 3: Steh
Viele Hunde kennen Sitz oder Platz, aber dass sie einfach mal im Stehen an einem Ort warten, kennen die wenigsten. Deshalb empfehle ich, das vor dem Shooting ein bisschen zu üben, denn so ergeben sich noch mal ganz neue Motivmöglichkeiten für eure Fotos.
Auch hier gilt wie immer: Geht es ruhig an und baut es einfach ab und an in eure Spaziergänge mit ein.
Tipp 4: Abrufen
Zu vielen Shootings gehören Actionbilder, und auch meine Kundinnen und Kunden lieben solche Fotos. Am besten gelingen sie, wenn dein Hund an einer Stelle wartet, du dich von ihm entfernst und ihn dann zu dir rufst. So können wir gut einschätzen, in welche Richtung er rennt, und das Fotografieren gelingt viel besser.
Auch hier macht es Sinn, erst mit wenig Ablenkung zu starten und euch dann langsam zu steigern. Das funktioniert übrigens auch wunderbar mit einer Schleppleine, gerade wenn dein Hund noch nicht zuverlässig ohne Leine abrufbar ist. So könnt ihr trotzdem entspannt üben, und für schöne Actionfotos muss dein Hund gar nicht über riesige Strecken rennen.
Tipp 5: Blickkontakt aufbauen ("Schau")
Kann dein Hund auf Kommando zu dir schauen, ohne dabei zu dir zu kommen? Wenn nicht, ist diese Übung was für dich. Blickkontakt auf Kommando kann beim Shooting richtig Gold wert sein. Zum einen, damit dein Hund gezielt in meine Kamera schaut, aber auch, damit du seinen Blick in eine bestimmte Richtung lenken kannst.
Tipp 6: Pfoten auf einen Gegenstand stellen
Ganz besondere Motive können entstehen, wenn wir die Shootingumgebung bewusst mit ins Bild einbauen. Deshalb kannst du üben, deinen Hund zum Beispiel auf Baumstümpfe, Steine oder kleine Mauern zu stellen. Ich empfehle dabei immer zwei Varianten. Einmal komplett auf den Gegenstand zu steigen und einmal nur die Vorderpfoten hochzustellen. Das gibt noch mal zusätzliche Abwechslung im Posing deines Hundes. Am besten gelingt das, indem du deinen Hund mit einem Leckerli einfach langsam auf den Gegenstand lockst und lobst.
Kontextbezogenes Lernen: warum 'Sitz' nicht überall gleich 'Sitz' ist
Jetzt kommt noch ein besonderer Gedanke, der vielen hilft, gelassener ins Shooting zu gehen, denn er erklärt, warum Dinge manchmal funktionieren und manchmal nicht. Hunde lernen kontextabhängig. Wenn dein Hund zu Hause im Wohnzimmer ein Kommando perfekt beherrscht, heißt das nicht automatisch, dass er es auch in einer fremden Umgebung kann. Er überträgt das Gelernte nämlich nicht sofort auf jede neue Situation, sondern verknüpft es zunächst mit der Umgebung, in der er es gelernt hat.
Das bedeutet für euch beim Üben: Neue Kommandos klappen am besten erst an einem ruhigen, vertrauten Ort. Wenn das gut funktioniert, könnt ihr die Umgebung nach und nach wechseln, zum Beispiel auf dem Spielplatz, im Park oder am Waldrand, und so die Übung festigen. Im Grunde genommen übertragt ihr die Übungen so einfach auf alltägliche Situationen auf euren Spaziergängen.
Wenn du das beherzigst, bist du auch am Tag des Shootings super vorbereitet und viel entspannter. Und falls dann doch mal etwas nicht auf Anhieb klappt: völlig normal. Das bedeutet nicht, dass dein Hund keine Lust hat oder nicht hört, sondern einfach, dass er die neue Situation erst einordnen muss. Genau dafür sind wir ja da, wir nehmen uns Zeit und gehen alles entspannt an.
Zum Abschluss
Vielleicht konnten dir diese kleinen Tipps und Tricks zur Vorbereitung auf dein Hundefotoshooting schon ein bisschen helfen. Am wichtigsten ist und bleibt aber: Du und dein Hund sollt euch wohlfühlen, alles andere ergibt sich von alleine. Ob ihr jetzt viel übt oder nicht, wir finden gemeinsam einen Weg, der zu euch passt, nehmen uns ausreichend Zeit und verbringen einfach ein schönes Shooting zusammen.
Wenn du neugierig geworden bist, wie so ein Hundefotoshooting bei mir abläuft, schau gern mal in diesem Artikel vorbei, oder lass dich in der Fotogalerie Hundefotografie inspirieren.
Und wenn du noch Fragen hast oder dich einfach mal mit mir austauschen möchtest, schreib mir gern. Ich freue mich auf dich und dein Hundekind!
Bereit für eure gemeinsame Erinnerung?
Du weißt jetzt, wie du dich und deinen Hund entspannt auf ein Fotoshooting vorbereiten kannst. Wenn du Lust auf euer eigenes Shooting hast, findest du hier alle Infos dazu. Und falls du noch Fragen hast, schreib mir gern jederzeit unverbindlich, ich freue mich auf dich!
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