Meine Hundefotografie und die Pet Photography Awards 2025
Als Hundefotografin im Ruhrgebiet ist es mir besonders wichtig, dass meine Bilder nicht nur schön aussehen. Sie sollen echte Momente zeigen. Eine Verbindung zwischen Hund und Mensch, so wie sie wirklich ist: lebendig, emotional und charakterstark.
Doch auch nach vielen Jahren in der Hundefotografie möchte ich mich weiterentwickeln, dazulernen und die Qualität meiner Arbeit stetig verbessern. Deshalb habe ich auch dieses Jahr wieder bei den Pet Photography Awards teilgenommen – dem weltweit größten Wettbewerb für Tierfotografie.
Vier meiner Bilder wurden ausgezeichnet! Und genau darüber möchte ich heute mit dir sprechen. Ich zeige dir, was hinter den Awards steckt, was ich aus dem Feedback gelernt habe und warum sich die Teilnahme für andere Tierfotografinnen und Tierfotografen ebenfalls lohnt.
Was steckt hinter den Pet Photography Awards?
Die Pet Photography Awards sind ein internationaler Fotowettbewerb, der sich ganz der Tierfotografie widmet. Der Wettbewerb ist in verschiedene Kategorien unterteilt, z. B. Hunde in Action, Hunde und Menschen, Pferde, Tiere allgemein und einige mehr. In den letzten Jahren hat sich der Wettbewerb stark weiterentwickelt. Es entstanden immer mehr Kategorien, es gibt mehr Teilnehmende und eine internationale Reichweite.
Doch nicht nur das hat sich entwickelt. Die Pet Photography Awards haben nämlich im Bereich Fotowettbewerbe für Tierfotografie eine Besonderheit! Es geht hier nicht nur um die ersten Plätze. Jedes eingereichte Bild wird nach einem international anerkannten Punktesystem individuell bewertet. Je nach erreichter Punktzahl können Bilder mit Bronze, Silver, Gold oder Platin ausgezeichnet werden. Außerdem gibt es noch die „Distinction“-Zwischenstufen die zeigen, dass man knapp vor der nächsthöheren Kategorie ist.
Diese Auszeichnungen bedeuten nicht automatisch Platz 3, 2 oder 1. Sie zeigen vielmehr, dass ein Bild ein gewisses Qualitätslevel übertrifft, das man von professionellen Fotograf*innen erwartet. Schon Bronze bedeutet: Dieses Bild liegt über dem Standard professioneller Arbeit.
Ein weiteres Highlight: Jedes Bild erhält zwei individuelle schriftliche Feedbacks von Jurorinnen und Juroren. Und diese Rückmeldungen sind Gold wert. Sie sind respektvoll formuliert, sehr fundiert und gehen sowohl auf technische als auch auf emotionale Aspekte der Bilder ein. Für mich ist dieses Feedback fast noch wertvoller als die Auszeichnung selbst.
Mehr Infos findest du direkt auf der offiziellen Website der Pet Photography Awards
Meine ausgezeichneten Bilder bei den Pet Photography Awards 2025
Hier zeige ich dir meine vier ausgezeichneten Bilder inklusive der Auszeichnung und einer Zusammenfassung der Jury-Feedbacks:
Die Jury beschreibt das Bild als intensiv und ausdrucksstark. Die dunkle Lichtstimmung und die gut abgestimmten Grüntöne im Hintergrund unterstreichen diesen Eindruck. Auch das schwarze Fell des Hundes wurde technisch sehr gut umgesetzt, was in der Fotografie gar nicht so einfach ist. Besonders positiv fiel auf, wie gezielt das Licht eingesetzt wurde, um feine Details im Fell sichtbar zu machen. Die farbigen Akzente in Zunge und Augen lenken den Blick automatisch zum Gesicht des Hundes. Dadurch entsteht ein klarer Fokus, der das Bild sehr kraftvoll wirken lässt.
Es gab auch einige Anregungen zur Verbesserung. Der Gesichtsausdruck des Hundes wurde als etwas zu fröhlich empfunden, was nicht ganz zur ernsten Stimmung des Bildes passt. Ein geschlossener Fang und ein gesenkter Blick hätten die Körperhaltung des Hundes noch besser unterstützt. Es hätte so ausgesehen, als würde er sich auf etwas konzentrieren. Außerdem empfahl die Jury, die dunklen Bereiche am Körper etwas aufzuhellen. So könnten noch mehr Details im Fell sichtbar werden, ohne dass die Stimmung des Bildes verloren geht. Zusätzlich wäre etwas mehr Platz in Blickrichtung des Hundes hilfreich gewesen, um das Bild offener und spannender wirken zu lassen.
Die Jury lobte die Stimmung und die Beziehung, die in diesem Bild sichtbar wird. Der Hund schaut seine Halterin glücklich und vertrauensvoll an, was dem Bild eine warme, freundliche Ausstrahlung gibt. Auch die natürliche Farbgebung und das weiche Licht wurden positiv hervorgehoben. Die Szene wurde insgesamt als harmonisch, fast ein wenig im Boho-Stil beschrieben.
Es gab aber auch Hinweise zur Bildgestaltung. Die Jury merkte an, dass im Hintergrund zu viele verschiedene Elemente zu sehen sind. Mehrere Bäume in unterschiedlicher Schärfe, zusätzlich das Gras hinter dem Hund und die Schatten sorgen für viele visuelle Ebenen, die vom eigentlichen Motiv ablenken können. Auch die Haltung der Hände der Halterin sorgte für Fragen: Ist da ein Leckerli? Wird gerade die Jacke geschlossen? Eine klarere Geste hätte hier mehr Ruhe ins Bild gebracht. Zusätzlich empfahl die Jury, bei der Bearbeitung auf die Hauttöne und das Gesicht der Halterin zu achten. Vor allem das Haar, das über das Gesicht fällt, könnte etwas vorteilhafter gestaltet werden.
Bei diesem Bild gefiel der Jury besonders, wie gut die Farben im Hintergrund mit dem gelben Fell des Labradors harmonieren. Auch die Schärfe auf den Augen wurde positiv bewertet, ebenso wie die schönen Details in Gesicht und Ohren.
Als Verbesserungsvorschlag wurde genannt, dass der Blick des Hundes nach unten gerichtet ist. Dadurch wirkte die Verbindung zur Kamera etwas distanziert. Ein anderer Moment aus der gleichen Serie, mit direkterem Blick, hätte möglicherweise eine stärkere Wirkung erzielt. Technisch wurde empfohlen, die hellsten Bildbereiche etwas abzumildern, damit das Gesamtbild stimmiger wirkt. Außerdem wurde ein heller, waagerechter Streifen im Hintergrund als ablenkend empfunden. Eine kleine Retusche könnte hier helfen, den Fokus noch besser auf den Hund zu lenken.
Die Jury beschreibt dieses Bild als insgesamt sehr gelungen. Die Pose des Hundes, der Ausdruck und die Bildkomposition wurden besonders hervorgehoben. Auch die gewählte Umgebung mit dem moosbedeckten Boden passt sehr schön zur Szene und verstärkt die natürliche Ausstrahlung des Bildes.
Einige kleine technische Punkte wurden ebenfalls angesprochen. So könnten die Grüntöne etwas zurückgenommen werden, um die Farbbalance im Bild zu verbessern. Die Schärfe, vor allem im Gesicht des Hundes, könnte noch etwas klarer sein. Außerdem wurde der helle Lichtfleck im oberen Bereich des Bildes als leicht störend empfunden. Eine dezente Abdunklung an dieser Stelle würde den Blick besser auf das Hauptmotiv lenken. Auch leichte Blautöne im Fell des Hundes wurden bemerkt und könnten in der Bearbeitung korrigiert werden. Trotz dieser Kleinigkeiten wurde die Bildstimmung insgesamt als sehr schön und ansprechend beschrieben.
Was mir diese Auszeichnungen als Hundefotografin im Ruhrgebiet bedeuten
Ich bin ehrlich: Ich bin stolz auf diese Ergebnisse und ich werde nächstes Jahr auf jeden Fall wieder teilnehmen.
Die Feedbacks und Auszeichnungen zeigen mir, dass ich als Hundefotografin auf einem guten Weg bin. Sie helfen mir, meine Arbeit nicht nur technisch weiterzuentwickeln, sondern auch noch stärker auf das emotionale Storytelling zu achten und auf das, was ich eigentlich zeigen möchte: echte Verbindung.
Ich möchte alle Tierfotografen und Tierfotografinnen ermutigen, sich so einem Wettbewerb zu stellen. Ja, die Teilnahme kostet Geld, aber allein das Feedback kann den eigenen Blick enorm schärfen und dazu beitragen, als Fotograf zu wachsen. Für mich hat sich die Investition mehr als gelohnt.
Mein nächstes Ziel? Eine Silber-Auszeichnung. Mindestens. 😎
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