Du willst Fotografie zu deinem Hobby machen? Meine 6 Tipps.

Du willst Fotografieren lernen?

Wie oft habe ich schon Dinge wie: „Ach ich würde auch gerne fotografieren“, gehört. Weißt du was ich dann sage? „Dann solltest du damit anfangen!“ :-) Wenn du wirklich Lust dazu hast, Fotografie zu deinem Hobby zu machen, dann habe ich ein paar Tipps für dich!

1. Welche Kamera ist die Beste?!

Um in dein neues Fotografie-Hobby einsteigen zu können, brauchst du natürlich eine Ausrüstung und wirst schnell merken, dass es inzwischen einige Anbieter und noch viel mehr Modelle gibt. Ich persönlich fotografiere mit Nikon und ich liebe meine Kameras. Das heißt aber nicht, dass Nikon für dich auch das Beste ist!

Nimm dir die Zeit und lass dich in einem oder vielleicht sogar in mehreren Geschäften beraten. Nutze im Laden auch die Möglichkeit, die ein oder andere Kamera in die Hand zu nehmen und sieh was gut in deiner Hand liegt. Vielleicht weißt du vorher schon, was genau du fotografieren willst? Das ist klasse, denn je nachdem was es ist, sind verschiedene Objektive mehr oder weniger geeignet.

Das Schöne an Spiegelreflexkameras ist, dass du die Objektive jederzeit wechseln kannst. Du hast bis jetzt nur Landschaften fotografiert und möchtest dich nun gern mit der Tierfotografie befassen? Kein Problem! Du musst dafür nicht alles neu kaufen, sondern kannst nur die Objektive ergänzen.

Zugegeben, es ist nicht billig und Fotografie als Hobby kann schnell zu einer siebenköpfigen Raupe in deinem Geldbeutel werden. Versuche dir also vorher zu überlegen, was du gerne machen möchtest und schaue dich nach dem entsprechenden Equipment um. Stecke auch ein realistisches Budget ab, in dem du dich aufhalten willst und kannst. Denk dran: Zum Einstieg muss es keine Profiausrüstung sein. Wer Autofahren lernt, setzt sich auch nicht gleich in einen 700 PS starken Porsche. ;)

Übrigens lohnt es sich dennoch erfahrungsgemäß nicht unbedingt auf Kit Objektive zurückzugreifen. Große Elektromärkte bieten oft Kamera-Objektiv-Kombinationen an, die zwar verhältnismäßig günstig sind, aber die Objektive sind oft recht langsam und haben nicht die beste Optik. Überlege, ob du bereit bist etwas mehr zu investieren und kaufe gleich ein besseres Objektiv. Es lohnt sich!

2. Auf die Plätze… Fertig… Theorie!

Ja… richtig gelesen: Theorie! Ich will jetzt deinem Enthusiasmus gar nicht den Schwung nehmen, im Gegenteil. Würdest du dich nämlich nicht mit ein paar theoretischen Dingen befassen, würdest du das vermutlich von ganz alleine schaffen. Auch wenn die Fotografie nur ein Hobby ist, können ein paar Basics enorm helfen, Frust zu vermeiden!

Dazu ein kleiner Erfahrungswert meinerseits:

Als ich meine erste Kamera gekauft habe, hatte ich richtig Lust sie auszupacken, die Akkus zu laden und loszulegen. Das tat ich… naja… ich hab es zumindest versucht. ;-) Das ging so weit, dass ich mich kurzzeitig gefragt habe, ob das olle Ding vielleicht kaputt ist. (Wie peinlich! Gott sei Dank bin ich selber drauf gekommen, dass mit der Kamera alles okay war!)
Ich wollte bei uns am Reitstall ein paar Schwalben fotografieren. Ein Teleobjektiv war ja zur Kamera dazu. (Ja, so ein tolles Kit Objektiv… ;) ) Sportmodus eingestellt, fokussiert, abgedrückt. Der digitalen Fotografie sei Dank konnte ich gleich sehen, was ich da fabriziert habe. Nicht ein einziges Bild war auch nur ansatzweise scharf… Heute weiß ich, dass es zu dunkel war und die Kamera deshalb die Einstellungen so gewählt hat, dass sie eine brauchbare Belichtung hinbekommt. Die Belichtungszeit allerdings war viel zu lang und dementsprechend hatte ich auf jedem Foto massive Bewegungsunschärfen.

Sei also bereit die Grundlagen zu erlernen. Verstehe deine Kamera und as Zusammenspiel der verschiedenen Einstellungen! Wenn du dich einarbeitest, alles verstanden hast und schließlich umsetzen kannst, wirst du das auch an deinen Ergebnissen sehen können. Und ich verspreche dir, das ist ein großartiges Gefühl!

3. Spaß und Disziplin – Finde den Mittelweg für dein Hobby!

Eines solltest du nie vergessen: Fotografie ist dein Hobby! Natürlich muss man sich manchmal auch selbst in den Allerwertesten treten und sich damit aus der eigenen Komfortzone bugsieren. Es kann aber auch vorkommen, dass du einfach keine Lust hast. Du fühlst dich nicht kreativ und bitte, mach dir dann selbst nicht zu viel Druck. Mit zu viel Druck kannst du deiner kreativen Ader schon mal das imaginäre Grab ausheben! Leg die Kamera auch mal weg und beschäftige dich mit anderen Sachen, du MUSST nicht fotografieren! Das ist der große Vorteil, wenn es „nur“ ein Hobby ist.

Du wirst Rückschläge erleben. Du wirst Tage haben an denen du unzufrieden mit deinen Bildern bist. Das ist völlig normal. Das hat Kreativität so an sich. Sie ist nicht jeden Tag gleich. Jeder Künstler… ob er zeichnet, Songs textet oder einen Fantasyroman schreibt, jeder Einzelne von Ihnen kennt das! Finde deinen Mittelweg.

So lange du Spaß hast, sei motiviert und bleib dran. Das ist das aller wichtigste. Wie bei anderen Dingen auch, stellt sich der Erfolg mit der Übung und der Zeit ein.

4. Inspiration

Ich schaue mir unheimlich gerne die Fotos anderer Fotografen an. Sowohl aus meiner eigenen Branche, als auch aus Branchen die für mich völlig fremd sind. Wieso? Ja erst einmal, weil gute Fotografien einfach toll sind. Es hat aber noch einen anderen Grund. Ich sammle Ideen und Anregungen für meine eigene Arbeit. Das bedeutet nicht, dass ich andere Fotografen imitiere oder Bilder eins zu eins nachbaue. Im Gegenteil. Es fördert einfach meine eigene Fantasie und Kreativität.

Gerade am Anfang, kann ich das jedem absolut empfehlen. Lerne von anderen. Schaue dir an, wie Models posieren oder wo und wie der Hund auf einem schönen Foto steht. Versuche zu verstehen, was genau dich an einem bestimmten Foto begeistert. Sind es die Augen des Hundes? Sprühen die Funken zwischen zwei Menschen? Ist die Stimmung auf einer Landschaftsaufnahme atemberaubend schön? Begreife, was Bilder auslösen können. Wie sie etwas auslösen können. Und dann versuche es auf deine eigene Arbeit anzuwenden!

5. Sie durch die Fotografie die Welt mit anderen Augen!

Für mich hat das Fotografieren auch als Hobby begonnen. Und seit ich damit begonnen habe, haben sich ein paar Dinge verändert… wunderbare Dinge. Ich habe „Sehen“ gelernt. Und ich sage dir… es ist fantastisch! Vielleicht fragst du dich jetzt, was genau ich damit meine?

Ich sprach weiter oben von Kreativität und Fantasie. Ich muss dazu sagen, ich war schon immer ein Mensch, der Fantasiegeschichten liebt. Ich fand schon immer, dass die eigene Fantasie etwas so wunderbares und funkensprühendes ist. Ich träume gerne und wünsche mir manchmal beim Aufwachen, dass ich noch einmal zurück in den Zauberwald gehen darf, um dem Einhorn gute Nacht zu sagen. ;) Klingt etwas verrückt, ich weiß.

Früher bin ich durch die Welt gegangen und habe sie anders wahrgenommen. Sie war da. Mehr nicht. Heute passiert es mir oft, dass ich mit dem Auto über eine Landstraße fahre, an einer schönen Streuobstwiese oder einer Sumpflandschaft vorbei und ganz plötzlich habe ich unzählige Bilder im Kopf, wo ich ein Pferd oder einen Hund für ein Shooting platzieren könnte. Ich SEHE es und es fühlt sich toll an!

Wenn du an diesem Punkt bist, siehst du deine Umwelt mit anderen Augen. Du gehst aufmerksamer durch die Welt. Sammelst Inspiration und lädst deine kreativen Akkus auf, ohne aktiv etwas dafür zu tun. Du musst es nur zulassen!

6. Der letzte Schliff durch Bildbearbeitung

Wenn du dich für die Fotografie als Hobby entscheidest wirst du vielleicht auch schon darüber nachgedacht haben, deine Fotos zu bearbeiten. Für mich ist die Bildbearbeitung ein untrennbarer Teil meiner Fotografie geworden. Gerade zu Beginn kann dieses Thema schnell überfordern. Achte auch hier darauf, dass du dich selbst nicht zu sehr unter Druck setzt und dich Stück für Stück mit dem Thema beschäftigst. Du musst nicht alles gleich am ersten Tag können und ich kann dir schon jetzt versprechen: Wenn du mit der Bildbearbeitung beginnst, wird sich die Art deiner Bearbeitung und der Stil über eine lange Zeit immer wieder verändern.

Ich möchte dir an der Stelle gern noch einen Tipp für ein einsteigerfreundliches Programm für den Anfang geben: Adobe Lightroom. Für mich war das schon immer ein sehr intuitives Tool und ist neben Photoshop ein fester Teil meiner Bearbeitungsroutine geworden. Es ist einfach zu bedienen und bietet viele Möglichkeiten, um das Beste aus deinen Fotos herauszuholen – von der Korrektur der Belichtung bis hin zu Farbanpassungen und einigem mehr.

Zum Thema Lightroom habe ich auch einen spannenden Artikel geschrieben in dem ich 12 Tipps gebe, die du vielleicht noch nicht kennst – auch wenn du das Bearbeitungsprogramm schon nutzt. Schau mal vorbei:

Ich hoffe sehr, dass ich dir hier ein paar gute Tipps mit auf den Weg geben konnte und du jetzt noch mehr Lust darauf hast, Fotografieren zu deinem Hobby zu machen!

Bis zum nächsten Mal,
deine Jessy. <3

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