Meine 5 Lieblingsposings für die Mensch-Pferd-Fotografie

Auch Pferdefotografie braucht etwas Planung…

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Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Pferd-Mensch-Shootings… Und ich erinnere mich auch an die ein oder andere Ernüchterung meinerseits, als ich die Fotos nach dem Shooting gesichtet habe. Da hab ich mir das Ganze wohl einfacher vorgestellt, als es anfangs für mich war! Heute glaube ich, dass mir einfach der richtige Plan für das Shooting gefehlt hat und meine Vorstellungen vom fertigen Bild einfach noch nicht genau genug waren. Eine große Entwicklung machte ich dann, als ich selbst ein Shooting bei Katja Zipser buchte und mich und mein Pferd von ihr ablichten ließ. Katja war von Anfang an eine große Inspiration und ein großes Vorbild für mich und neben ganz wundervollen Bildern, die ich mir heute noch gerne ansehe, konnte ich auch jede Menge für meine eigenen Shootings mitnehmen!

Pferdefotografie 1

Wenn ich heute ein Pferd-Mensch-Team vor der Kamera habe, habe ich immer Beispielfotos dabei, die ich meinem Model zeigen kann, denn so weiß mein Kunde, welches Foto ich mir vorstelle. Diese Beispiele sollen nicht eins zu eins umgesetzt werden, helfen aber ungemein dabei, die richtige Pose zu finden! Außerdem bitte ich meine Kunden immer, mindestens einen Helfer mit zu bringen. Wer schon mal ein Pferd fotografiert hat, weiß dass es nicht auf Kommando in die richtige Richtung schaut! ;-) Dafür ist dann während des Shootings mein liebes Helferlein zuständig.

Mit der Zeit haben sich natürlich auch ein paar Posingfavoriten herausgebildet und die möchte dir jetzt vorstellen!

1. Der Klassiker

Pferdefotografie 2                Pferdefotografie

Diese Pose nutze ich am liebsten, wenn ich im Hochformat fotografiere. Ganz wichtig ist es dabei, dass dein Kunde auf Höhe des Pferdekopfes steht, sodass Beide auf der richtigen Schärfeebene sind. Am besten funktioniert es, wenn das Pferd leicht schräg steht und zwar immer zu der Seite, auf der auch dein Model ist, denn dadurch wirkt das Ganze viel geschlossener. Der vordere Arm führt unter dem Pferdekopf entlang, dabei ist es ganz wichtig, dass die Zügel (soweit vorhanden) hinter dem Arm sind! Dadurch dass die Hand an der anderen Seite des Pferdekopfes liegt, strahlt das Foto gleich viel mehr Nähe aus, als hättest du dein Model einfach nur daneben gestellt.

2. Ein schöner Rücken kann auch entzücken!

 

Pferdefotografie 3

Diesmal stelle ich das Pferd wieder schräg, allerdings mit der Kruppe in meine Richtung. Hierbei musst du einfach ein bisschen probieren, um den richtigen Kamerawinkel zu finden. Das Model steht auf Höhe der Brust und zwar leicht schräg vor dem Pferd. Ich finde, bei der Pose bekommt man eine sehr schöne Biegung ins Pferd und es wirkt gleichzeitig sehr innig, weil der Mensch hier sehr nah am Tier steht. Der Blick deines Models kann dabei sowohl zur Kamera, als auch in die Ferne gerichtet sein.

 

Pferdefotografie 4

Rechne damit, dass der Reiter in dem Moment, in dem das Pferd den Kopf wendet, zur Seite gedrückt wird. Er sollte so stehen, dass trotzdem eine schöne aufrechte Körperhaltung möglich ist. Zu der Pose muss ich aber auch sagen, dass nicht jedes Pferd oder Pony diese Nähe mag und manche bleiben dabei einfach nicht stehen. Tiere die gern kuscheln, sollten damit aber keine Probleme haben. Teste es einfach mal!

3. Komm an meine Nase Baby!

 

Pferdefotografie 5Beim nächsten Beispiel steht dein Model wieder auf Höhe des Pferdekopfes, allerdings insgesamt weiter weg vom Tier. Die Kunst dabei ist, den Moment abzupassen, in dem das Pferd den Kopf zur Seite bewegt. Schaut es mit gespitzten Ohren in die Ferne, kann der Mensch direkt vor die Pferdenase treten und sich anschmiegen oder dem Vierbeiner ein kleines Küsschen auf die Oberlippe oder Nase geben.

 

Pferdefotografie 6Versuche auch hier wieder das Pferd etwas schräg zu stellen, dass das Ganze wie eine geschlossene Einheit aussieht. Wie zu siehst, hat das bei der Fuchsstute nicht perfekt geklappt, dennoch mag ich das Bild sehr, sehr gerne!

4. Ganz nah ran!

Pferdefotografie 7Manchmal bietet es sich an, das Menschenmodel in den Fokus zu rücken und spannende Portraits mit ungewöhnlichem Schnitt entstehen zu lassen. Ich finde es immer wieder spannend, solche Aufnahmen zu machen, weil diese Bilder eine völlig andere Wirkung haben, als würde man den Ausschnitt größer wählen. Normalerweise achte ich auch immer darauf, dass die Ohren nicht angeschnitten sind, außer bei dieser Art von Bild!

Pferdefotografie 8

Probier es selbst mal aus und achte auch hier wieder darauf, dass dein Model auf Höhe des Kopfes steht, damit sich Beide auf einer Schärfeebene befinden. Bei diesen Nahaufnahmen lege ich auch immer viel Wert darauf, dass der Mensch ganz beim Pferd ist und nicht zu mir schaut, denn ich möchte einen möglichst vertrauensvollen und innigen Moment zwischen den Beiden festhalten.

5. Auf dem Rücken der Pferde…

Pferdefotografie 11Auch Reitbilder sind natürlich immer wieder etwas, was ich gerne umsetze. Das Schöne daran ist, dass man ganz verschiedene Situationen fotografieren kann, je nachdem ob das Pferd steht, ob der Reiter lässig am langen Zügel durch den Wald schlendert oder sogar im Galopp dem Sonnenuntergang entgegen reitet. Beachte hierbei bitte, dass du die Kameraeinstellungen bei Bewegungsaufnahmen entsprechend anpassen musst. Tipps für Actionfotos findest du in einem anderen Blogartikel, bei dem es zwar um Hunde ging, das Prinzip lässt sich hier aber genauso anwenden! (HIER klicken, um nachzulesen!)

 

Pferdefotografie 9

Wie bei den anderen Beispielen auch, solltest du versuchen, das Pferd nicht unbedingt frontal von vorn zu fotografieren, schräge Bilder oder Fotos mit Biegung im Pferdehals wirken immer ansprechender. Wenn es sich nicht gerade um Sportfotos handelt, lass den Reiter auch mal am längeren Zügel reiten! Ein Foto bei dem das sich Pferd entspannt und mit gespitzten Ohren bewegt wirkt meistens viel freundlicher und ansprechender auf den Betrachter.

 

 

Das waren nur ein paar Beispiele meiner Arbeit für dich und ich hoffe sehr, dass du vielleicht das ein oder andere selbst probierst und auch erfolgreich umsetzen kannst. Wichtig ist bei Shootings mit Menschen und Tieren immer, dass man Geduld hat. Manchmal habe ich ein bestimmtes Foto im Kopf, das Pferd tritt immer wieder von einer Stelle auf die Andere und es braucht eben seine Zeit, bis alles im Kasten ist. Dabei heißt es Ruhe bewahren, Mensch und Pferd wieder ausrichten und dann können ein paar Sekunden ausreichen, um den richtigen Moment abzupassen. Ich gestehe, ich bin manchmal sehr perfektionistisch und dabei tun mir meine Kunden auch ein wenig leid, wenn sie mein: „Uuuuuund wir machen das noch einmal!“, zum sechsten Mal hören. Aber wenn Sie dann die Fotos sehen, sind sie dankbar, dass ich in dem Moment so streng gewesen bin! ;)

Bis zum nächsten Mal,
deine Jessy. <3

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